11. Ausgabe 2014

25 Jahre Mauerfall: Wolfgang Schäuble erzählt von damals

Wolfgang Schäuble und Robert B. Zoellick bei einer Veranstaltung zum Jubiläum des Mauerfalls im Gespräch an einem Tisch im Freien vor Zuschauern

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung sprachen am Montag zwei echte „Zeitzeugen“ über die Ereignisse von 1989. Wolfgang Schäuble, der damals Innenminister war, und Robert B. Zoellick, der ehemalige Präsident der Weltbank, der damals für die US-amerikanische Seite an der Wiedervereinigung beteiligt war und an den Zwei-Plus-Vier-Verträgen mitarbeitete. Die beiden erzählten, wie brisant die Situation 1989 war: ein friedlicher Verlauf der Revolution war keineswegs selbstverständlich! Auch ein paar Anekdoten erzählte Wolfgang Schäuble, so z. B.: Als die Mauer fiel, hielt er sich gerade im Bonner Kanzleramt auf (während Helmut Kohl in Warschau weilte). Als ihm dort ein Bote die ganz frische Nachricht von der offenen Mauer überbrachte, meinte Schäuble zu ihm nur lapidar: „Als ich noch Chef des Kanzleramts war, war Alkohol während der Dienstzeit verboten!“ Selbst der Innenminister konnte es also zunächst nicht glauben.

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