2. Ausgabe 2015

Kritik am Mindestlohn konkretisiert sich

ein Fünf-Euro-Schein auf dem eine Ein- und eine Zwei-Euro-Münze sowie eine Fünfzig-Cent-Münze liegen

Diese Woche wurde der Änderungsantrag des Parlamentskreises Mittelstand einstimmig in der Fraktion angenommen. Wir stellen dabei nicht die 8,50 Euro in Frage, sondern den bürokratischen Aufwand. Die Gehaltsgrenze, bis zu der die Arbeitszeiten dokumentiert werden müssen, hat sich als viel zu hoch erwiesen. Jetzt fallen darunter fast 9 Millionen Beschäftigte. Denn um mit Mindestlohn mehr als 2.958 Euro zu verdienen, müsste ein Arbeitnehmer 29 Tage im Monat 12 Stunden täglich arbeiten. Wir fordern deshalb den Wegfall der Dokumentationspflicht schon ab einer realistischen Gehaltsgrenze von 1.900 Euro. Außerdem sollen Arbeitsverhältnisse mit geringfügig Beschäftigten, sofern der Arbeitsvertrag Stundenlohn und Arbeitszeit festlegt, ebenfalls aus der Dokumentationspflicht fallen. Das ist gerade im Ehrenamt wichtig, also z.B. im Sport, in der Kultur oder im kirchlichen Bereich.

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