AsylpolitikFlüchtlingspolitik

Wir brauchen die Kontrolle zurück

Brief aus Berlin 18/2015

Endlich sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Woche in der Fraktionssitzung den ersehnten Satz: „Wir müssen die Flüchtlingszahlen reduzieren.“ Viele von uns Abgeordneten wissen seit Wochen aus unseren Wahlkreisen, dass die Schmerzgrenze erreicht ist. Denn die Integration einer solch großen Zahl von Flüchtlingen, wie sie Deutschland derzeit aufnimmt, kann nicht gegen den Willen der Bevölkerung geschehen. Und je mehr Menschen kommen, desto mehr wachsen die Sorgen.

Mich erreichen sehr viele Zuschriften zum Thema, und die meisten davon sind negativ. Mir ist wichtig, dass wir die Lage differenziert betrachten. Wir sind der Menschlichkeit verpflichtet und wollen und werden Verfolgten helfen. Wir müssen aber auch wissen, wer kommt, und wie wir die Lage bewältigen. Deshalb ist es richtig, dass wir nun den Familiennachzug begrenzen und Dublin III wieder anwenden.

Ohne die Arbeit der unzähligen Ehrenamtlichen wäre die Aufnahme der Flüchtlinge in den Kommunen nicht zu leisten. All diesen engagierten Helfern bin ich zutiefst dankbar. Aber auf ihnen und den Städten und Kommunen allein kann die Last nicht liegen – wir brauchen die Kontrolle zurück.

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