10. Ausgabe 2014

Wir stärken die Pflege!

Am Freitag haben wir das so genannte Pflegestärkungsgesetz verabschiedet. Was sperrig klingt, ist ein großer Schritt nach vorn für alle Pflegebedürftigen und deren Angehörige. Ab dem 1. Januar 2015 wird es spürbar mehr Geld für alle geben, die auf Pflege angewiesen sind. Die Leistungen werden um vier Prozent angehoben, und die Gesamtausgaben für die Pflege steigen um ein Viertel. Konkret heißt das: Angehörige werden beim Pflegen entlastet. Die zeitlich befristete vollstätionäre Versorgung und die vorübergehende Pflege sind künftig besser kombinierbar. Ambulant Gepflegte können dann auch Tages- und Nachtpflege in Anspruch nehmen. Wer von Ihnen selbst pflegt, weiß, was das an Entlastung bedeutet. Auch in den Pflegeheimen wollen wir den Betreuungsschlüssel verbessern. All das kostet natürlich, und deshalb wird zum 1. Januar auch der Beitragssatz zur Pflegeversicherung erhöht. Ein Drittel davon, nämlich 1,2 Milliarden jährlich, werden in einem Pflegevorsorgefonds angelegt. Denn ungefähr ab 2035 werden viele Menschen aus der Babyboomer-Generation auf Pflege angewiesen sein — und dafür müssen wir vorsorgen. Um den Fonds vor Zugriffen zu schützen, wird er bei der Deutschen Bundesbank verwaltet.

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