Pressemitteilung GesundheitHausärzte

Ute Bertram begrüßt Weiterbildungsverbund für mehr Hausärzte im Landkreis

Die Hildesheimer Bundestagsabgeordnete Ute Bertram – sie ist auch Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages – begrüßt die Initiative des Landkreises, die hausärztliche Versorgung im Landkreis zu verbessern. „Ich freue mich, dass der Landrat und die ihn tragende Mehrheit von SPD und Grünen die Dringlichkeit dieses Themas, endlich erkannt haben. Wie den meisten ländlichen Regionen Deutschlands droht nämlich auch dem Hildesheimer Land hier eine Unterversorgung, wenn es nicht gelingt, gezielt entgegenzusteuern“, bestätigt Bertram. Die Gründe hierfür: die demographische Entwicklung, der Wunsch, den Beruf besser mit der Familie vereinbaren zu können, und die Zulassungsbeschränkungen beim Medizinstudium. Hierzu trage aber auch der hohe Frauenanteil von 70 Prozent unter den Medizinstudenten bei, die zudem mehr auf Teamarbeit ausgerichtet seien als auf „Einzelkämpfertum“.

Der vom Landkreis angedachte Weiterbildungsverbund und auch der Ansatz, Medizinstudenten wieder in ihre Heimat zu „locken“, sind für Ute Bertram nicht neu. Die CDU-Kreistagsfraktion hatte schon 2012 diese Forderung erhoben. „Eine finanzielle Unterstützung allerdings, dazu noch mit Landesfördermitteln, sehe ich kritisch. Es wäre nichts gewonnen, wenn die Kommunen in einen finanziellen Wettlauf um die beste hausärztliche Versorgung eintreten würden, bei dem sie sich teuer neutralisieren“, so Ute Bertram. „Was Kommunen attraktiv macht, sind Familienfreundlichkeit, Kultur, Freizeit und Mobilität.“

Die christlich-soziale Koalition verfolgt darüber hinaus den „Masterplan Medizinstudium 2020“. Danach ist vorgesehen, Steuerungsinstrumente für den ärztlichen Versorgungsbedarf zu entwickeln, ohne die Kassenärztlichen Vereinigungen aus ihrem Sicherstellungsauftrag zu entlassen. Ziel muss sein, dass junge Absolventen mit Motivation und aus Leidenschaft Haus- oder Landarzt werden wollen und nicht nur eine Quote erfüllen. Im Rahmen des Praktischen Jahres sollen Anreize für einen Abschnitt (Tertial) in einer Haus- oder Landarztpraxis geschaffen werden. Eine weitere wirksame Maßnahme sieht Ute Bertram in der Erweiterung von Medizin-Studienplätzen um zehn Prozent, damit die Zulassungsbeschränkungen und oft überlangen Wartezeiten auf einen Studienplatz verkürzt werden können.

Berlin/Hildesheim, 23. September 2015

Download Pressemitteilung