Pressemitteilung

Ute Bertram: „Erdverkabelung prüfen, aber das Ziel nicht aus den Augen verlieren!“

Die geplante und eingeleitete Energiewende in Deutschland, die u.a. den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 und die Steigerung des Anteils der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 40 bis 45 % bis 2025 und von 55 bis 60 % bis 2035 vorsieht, halten wir für realisierbar und im Interesse des Klimaschutzes für dringend geboten. Zugleich kann eine technologische Führerschaft unseres Landes beim Aufbau erneuerbarer Energien wirtschaftliches Wachstum und zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen.

Teil dieses Umbaus ist die Strom-Energieerzeugung durch Windkraftanlagen auf hoher See (Offshore) und damit zusammenhängend der Transport dieser Energie vom Norden in den Süden. Bundestag und Bundesrat haben deshalb im letzten Jahr TenneT und TransnetBW verpflichtet, das deutsche Übertragungsnetz auszubauen. Hierzu gehört auch die Gleichstrom-Verbindung von Wilster bei Hamburg nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt.

Die Notwendigkeit dieser Leitung darf nicht in Frage gestellt werden. Allerdings weise ich mit Nachdruck darauf hin, dass der Landkreis Hildesheim nach bisherigem Planungsstand in besonderer Weise von den künftigen „Stromautobahnen“ betroffen sein wird, wenn neben der SuedLink-Verbindung auch die Wechselstrom-Verbindung Mecklar – Wahle durch unsere Region geführt wird. Dieser Umstand darf bei der Detail-Planung für SuedLink nicht ignoriert werden.

Ich begrüße, dass TenneT und TransnetBW noch vor Einleitung der eigentlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren die Diskussion mit der Bevölkerung eröffnen will. Dabei gehe ich davon aus, dass dieser Diskussionsprozess, durch den die Detailplanung optimiert werden soll, transparent und ergebnisoffen geführt wird. Zugleich gehe ich davon aus, dass TenneT und TransnetBW den verständlichen Forderungen der Bevölkerung in den betroffenen Regionen, Erdkabel statt Freileitungen zu verlegen, insoweit Rechnung tragen, als beide Leitungsarten alternativ technisch, landschaftlich und in ihren finanziellen Auswirkungen auf den künftigen Strompreis dargestellt werden.

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