Pressemitteilung HeilmittelerbringerWahlkreis

„Versorgung durch Heilmittelerbringer modernisieren“

Ute Bertram und Roy Kühne im Gespräch mit Physio-, Sprach- und Ergotherapeuten

Die Versorgungssituation durch die Physio-, Sprach- und Ergotherapeuten und Podologen („Heilmittelerbringer“) stand im Mittelpunkt eines Fachgesprächs, zu dem die Hildesheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Ute Bertram nach Alfeld eingeladen hatte. Gast war ihr Northeimer Fraktionskollege Dr. Roy Kühne, wie Ute Bertram Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und dort zuständiger Berichterstatter der CDU/CSU für die Heil- und Hilfsmittelversorgung.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert – so Kühne – die Prüfung eines direkten Zugangs von Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung im Heilmittelbereich ohne vorherigen Arztkontakt oder hausärztlicher Verordnung. Erfahrungen aus anderen Ländern wie Schweden, Norwegen oder den Niederlanden hätten gezeigt, dass dies zu einer gesteigerten Behandlungsqualität führe, erläuterte er. Die klassische Sorge der Krankenkassen vor einem Kostenanstieg im Gesundheitswesen teile er an dieser Stelle nicht. Bei einer Einführung in Deutschland wären aber auch Zusatzqualifikationen wie die Befunderhebung oder die Erstellung von Therapieberichten notwendig, die im Zusammenhang mit einer umfangreichen Ausbildungsreform in die Lehrpläne einfließen müssten.

Ausbildungsfragen und auch die Forderungen nach angemessener Vergütung standen ebenfalls im Mittelpunkt dieses Fachgesprächs, zu dem viele Angehörige dieser Berufsgruppe gekommen waren. Hierbei wurde betont, dass die gegenwärtige Vergütung angesichts der Preissteigerungen nicht ausreichend sei. So würden etwa die Gehälter von Physiotherapeuten in stationären Einrichtungen um 40 % höher liegen als die Vergütungen in den freien Praxen.

Ute Bertram: „Unser Gesundheitswesen ist ohne die freien Berufe gar nicht denkbar. Darum dürfen wir sie nicht vernachlässigen.“

Alfeld, 21.01.2016

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