Um noch einmal auf die terroristischen Zerstörungen von Weltkulturerbe aufmerksam zu machen, lud Ute Bertram ins Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) ein. Unter dem Titel „Welterbe in Gefahr – was können wir tun?“ referierte Frau Professor Dr. Regine Schulz, Direktorin des RPM, am 21. Juli vor interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Ute Bertram erklärt:

In Deutschland wird seit 2005 jährlich der „Tag des Welterbes“ gefeiert. Doch in Ländern wie Nepal, Irak oder Syrien stehen die Welterbestätten in einem anderen Blicklicht. Die Naturkatastrophe in Nepal, die terroristischen Zerstörungen in Syrien und Irak entsetzen die Menschen, weil die Wurzeln ihres Kulturerbes unwiederbringlich vernichtet sind.

„Welterbe in Gefahr- was können wir tun?“ war die Frage, die Prof. Dr. Regine Schulz, Direktorin des RPM, auf Einladung der Bundestags­abgeordneten Ute Bertram am 21. Juli interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Museum stellte.

Sehr emotional schilderte Regine Schulz, Mitglied des Internationalen Museumsrates, ihren Einsatz vor Ort in Kairo, nachdem auf das Islamische Museum ein Bombenattentat verübt worden war. „Das Wichtigste in einer solch fatalen Situation ist die schnelle Dokumentation der Schäden. Ein Netzwerk von kompetenten Partnern wie UNESCO und ICOM tragen maßgeblich dazu bei, vor Ort die zerstörten Kunstwerke zusammen zu tragen und zu sichern“, so die Expertin. Ein weiteres Problem der wert­vollen Kulturstätten sind die zahlreichen Plünderungen von Museen nach Kunstschätzen, die von den IS-Schergen illegal verkauft werden sollen.

„Um dem auch gesetzgeberisch entgegenzuwirken, werden wir das Kulturgutschutzgesetz in Deutschland novellieren“, sagte Ute Bertram. „Auktionshäuser und Sammler stehen in der Verantwortung. Sie müssen sich klarmachen, dass mit den Gewinnen aus diesem Handel der Terrorismus finanziert wird und Menschen dadurch sterben können“, so die Bundestagsabgeordnete weiter.

„In der Bonner Erklärung zum Welterbe, die die Delegierten des UNESCO-Welterbekomitees anlässlich der Jahrestagung verabschiedeten, wird klar zum Ausdruck gebracht, dass derartige barbarische Taten als Kriegs­verbrechen zu werten und zu ahnden sind“, sagte Ute Bertram, Mitglied im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages.

Hildesheim, 24. Juli 2015

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